Mit dem Mountainbike auf den versteckten Pfaden des Tessins
Das Tessin ist vielleicht für seine Seen und Palmen bekannt, doch im Landesinneren entdeckt man ein wildes Netz aus Mountainbike-Strecken, die sich durch Kastanienwälder, Alpenkämme und abgelegene Täler schlängeln. Meine Reise in diese weniger bekannte Ecke der Schweiz war eine Mischung aus Entdeckung, Schweiß und purem Trail-Vergnügen. Wenn du den Massen entfliehen und etwas wirklich Authentisches erleben möchtest, ist das Tessin genau das Richtige für dich.
Entdecken Sie das ungezähmte MTB-Gelände des Tessins
Mein Abenteuer begann im ruhigen Dorf Biasca, am Tor zu einigen der rauesten Alpenregionen des Tessins. Ich hatte mich gut informiert und über Crion.org Kontakt zu einem ortskundigen Guide aufgenommen, der das Gelände gut kannte und mir half, eine Route zu finden, die meinem Erfahrungsniveau entsprach. Der Plan war, versteckte Singletrails und vergessene, von der Natur zurückeroberte Militärstraßen zu erkunden – perfekt für Radfahrer, die eine Mischung aus technischer Herausforderung und Naturschönheit suchen. Wir begannen mit einem Anstieg auf einem Schotterweg in den Wald, der unter einem Kastaniendach hin und her führte. Der Weg öffnete sich schließlich zu mit Wildblumen übersäten Wiesen und bot einen Panoramablick auf das Leventinatal. Von dort aus erreichten wir die erste richtige Abfahrt: einen schmalen, lehmigen Pfad, der steil durch den Wald führte. Es war schnell, holprig und machte unglaublich viel Spaß. Mein Guide zeigte mir alte Steinbrücken und jahrhundertealte Trockenmauern, die Kultur mit Abenteuer verbanden. Nach einer Mittagspause an einem Gebirgsbach fuhren wir weiter ins Bleniotal, wo das Gelände immer abgelegener wurde. Wir kamen an kaum jemandem vorbei – nur an ein paar Wanderern und einem Hirten mit einer Herde Ziegen. Die Einsamkeit und Stille ließen jede Abfahrt wie ein Geheimnis erscheinen. Die Trails hier sind rau und selten gepflegt, was sowohl Charme als auch Schwierigkeit ausmacht. Man muss wachsam bleiben – lose Steine, Wurzeln und enge Serpentinen erfordern volle Aufmerksamkeit. Ein Highlight war die Abfahrt vom Monte di Comino hinunter zum Ufer des Lago Maggiore. Der obere Abschnitt fühlte sich an wie alpines Fahren, während die untere Hälfte tropisch wurde, mit flüchtigen Blicken auf Palmen und Seeblick, als der Anstieg abfiel. Wir beendeten die Fahrt in einem Café am Seeufer, schlammbedeckt und lächelnd, tranken einen Espresso und ließen die besten Lines des Tages Revue passieren. Das Tessiner Terrain bietet für jeden Fahrer etwas – Flowtrails oberhalb von Lugano, Enduro-artige Routen im Maggiatal und malerische Schotterschleifen entlang uralter Bergrücken. Es ist nicht der Ort für Bikeparks mit Lift oder perfekt geformte Anlieger, aber genau das ist der Punkt. Das ist wildes Mountainbiken vom Feinsten – leise, technisch anspruchsvoll und unglaublich lohnend. Die Anreise ist einfach: Von Zürich oder Mailand fahren regelmäßig Züge nach Bellinzona und Locarno. Von dort aus bringt Sie der Regionalverkehr zu Ausgangspunkten oder kleinen, in den Hügeln gelegenen Dörfern. In den größeren Städten kann man Fahrräder mieten, und viele lokale Guides bieten sowohl Ausrüstung als auch Shuttle-Services an. Über Crion.org konnte ich ganz einfach einen Guide buchen, der nicht nur die Gegend kannte, sondern die Route auch an die Trailbedingungen und meine Vorlieben anpasste. Wenn Sie Mountainbiken im Tessin planen, sollten Sie sich vorbereiten: Schlauchlose Reifen, gute Bremsen und die Liebe zur Wildnis sind unerlässlich. Und nehmen Sie sich Zeit, den langsameren Rhythmus der Südschweiz zu genießen – wo Abenteuer auf italienisches Flair trifft.
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